Die vierte und letzte Themenwoche der #LoveWritingChallenge hat begonnen. Diese Woche werde ich mich wieder auf einen Sammelartikel beschränken, da ich zu den einzelnen Punkten teils nicht allzu viel zu sagen habe.

1.  Weltenbau

Meine Geschichten spielen selten in Fantasiewelten, entsprechend bediene ich mich an dem, was real vorhanden ist – oder war, wenn es in die Vergangenheit geht. Wobei ich ohnehin keine große Beschreibin bin, sprich detaillierte Schilderungen des Umfelds, durch das sich meine Charaktere bewegen, gibt es eher selten und nicht allzu ausschweifend. Auch als Leserin habe ich es lieber knapp und vage. Sicher Geschmackssache, aber ich lese und schreibe lieber über Innenwelten.

2. Pantser vs. Plotter

Ans Plotten muss ich mich erst gewöhnen. Das liegt daran, dass sich mein schreiberisches Schaffen jahrelang auf Forenrollenspiele beschränkte. Zwar könnte man theoretisch auch da gemeinsam plotten, allerdings lief es bei mir meist so ab, dass wir eine Ausgangssituation hatten und sich das weitere Geschehen aus den wechselseitigen Aktionen und Reaktionen ergab. Auch bei meiner „Pendragon-Ära“ habe ich munter drauflosgeschrieben, hatte aber durch den Sagenstoff schon einen groben Plot und wusste von Anfang an, wo ich hinwollte. Außerdem habe ich parallel eine Datei erstellt, um den bisherigen Handlungsverlauf zu notieren und den Überblick zu behalten.

Zumindest ein vages Grundgerüst brauche ich. Sonst gerate ich früher oder später ins Stocken. Ich könnte aber nie alles bis ins Detail vorplanen, das funktioniert bei mir nicht. Ich überlege mir vorab die Ausgangssituation und zu welchem Ende sie grob führen soll, eventuell noch die eine oder andere Zwischenstation. Der Weg vom Anfang zum Ende ergibt sich dann aer beim Schreiben.

3. Selfpublishing vs. Verlag

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, und ich habe lange über dieses Thema nachgedacht und verschiedene Aspekte abgewogen, um meinen Weg durch den Dschungel der Veröffentlichungswege zu finden.

Warum ich keine Selfpublisherin sein möchte

Wenn ich ein Buch in den Handel gebe, ob nun digital oder gedruckt, möchte ich auch, dass es professionell ist. Das kostet im Selfpublishing nicht nur eine Menge Geld, man muss auch viel Zeit in Dinge investieren, die nichts mit dem Schreiben selbst zu tun haben. Mir geht es aber in erster Linie darum, meine Geschichten mit anderen zu teilen. Daher habe ich mich für die kostenlose Veröffentlichung in einem Blog und innerhalb der Bookrix-Community entschieden.

Und was ist mit Verlagen?

Bei meinem ersten Werk war mir klar, dass es für Verlage nicht sonderlich interessant ist – der Stoff wurde unzählige Male bearbeitet. Trotzdem war es genau das richtige Thema für meinen ersten Roman, denn die Artussage war vertrautes Terrain und ließ trotzdem viel Raum für eigene Ideen. Zugleich sehe ich mein erstes Werk als Lehrlingsstück. Entsprechend halbherzig waren im Nachhinein betrachtet auch meine Verlagsbewerbungen.

Mit etwas Abstand weiß ich, dass ich noch nicht so weit war, mich auf den Buchmarkt zu wagen. Nun möchte ich mich schriftstellerisch in eine andere Richtung bewegen. Wenn ich dann wieder etwas fertiggestellt habe, werde ich es wieder bei Verlagen versuchen und ansonsten kostenlos veröffentlichen.

4. Plot-getrieben vs. Charakter-getrieben

Bei mir stehen immer die Charaktere im Mittelpunkt. Sie sind es, die das Handeln bestimmen. Ich kann einen Plot verändern und zurechtbiegen, bis er zu meinen Figuren passt, aber ich kann meine Charaktere nicht in das Schema eines Plots pressen, wenn sie sich querstellen.

5. Kuriose Recherche

Das Kurioseste an meiner Recherche ist wohl der Mensch, der sie ausführt. Manche finden mich kurios. Mehr hab ich dazu nicht zu sagen.

6. Deine erste Geschichte

Ich hatte schon immer Geschichten im Kopf. Leider kann ich mich nicht mehr an die erste entschieden, die ich geschrieben habe, weiß aber, dass ich viele angefangen und auf Seite 3 für grausig befunden habe. Jahrelang habe ich Anfänge geschrieben. Bei meinem ersten und bisher einzigen Roman war daher das erste Wort auf der vierten Seite etwas Besonderes, als wäre damit ein Bann gebrochen. Ich hatte das Gefühl, nun sei alles möglich.

An die erste Geschichte, die ich veröffentlicht habe, erinnere ich mich hingegen genau: „Liebesforschung“.

7. Deine Geschichte in 5 Worten

„Die Pendragonära“: Tragische Familiensaga, dezent magisch angehaucht.