Heute lässt die #LoveWritingChallenge zum Abschluss der dritten Woche Raum für ein eigenes Thema. Ich habe mich für „Gesellschaft“ erzählen.

Die Gesellschaft, in der eine Figur lebt, prägt ihren Charakter

Wie sieht die übliche Erziehung aus? Welche Kleidung darf man tragen? Wie ist das Verhältnis zur Religion? Genießt man viele Freiheiten oder lebt man in ständiger Angst vor Repressionen, weil man eine von unzähligen Regeln gebrochen hat? Wird man beobachtet oder kann man sich frei bewegen? Ist die Gesellschaft tolerant oder erwartet sie vom Einzelnen, sich in ein enges Schema zu pressen? Und wie reagiert man darauf – mit Anpassung oder Auflehnung? Agiert man im Verborgenen oder stellt man sich offen gegen bestehende Verhältnisse? Wie reagiert die Figur auf gesellschaftlichen Druck? Dieser muss nicht von staatlichen Organen ausgehen, es gibt auch den sozialen Druck des Umfelds, den wohl die meisten schon zu spüren bekommen haben, selbst in verhältnismäßig offenen, freiheitlich orientierten Gesellschaften. Daher ist es für mich ein wichtiges Thema, das in all meinen Geschichten mitschwingt.

Von der streng hierarchisch gegliederten zur offenen Gesellschaft

In längst vergangenen Zeiten war der Lebensweg von vornherein vorherbestimmt, je nachdem, in welches Haus man geboren wurde. In solch einer Gesellschaft wächst mein Mordred aus der „Pendragonära“ auf, ist seiner Zeit im Denken jedoch weit voraus und stellt viele Dinge in Frage, die andere als selbstverständlich erachten.

Unsere heutige Gesellschaft ist deutlich offener. Theoretisch hat jeder unzählige Möglichkeiten, praktisch sieht es oft aber ganz anders aus. Für die Protagonisten eines kommenden Werks ist es vor allem der subtile soziale Druck, der ihr zu schaffen macht. Der gesetzliche Rahmen lässt uns zwar recht viele Freiheiten, dennoch gibt es Normen, an denen sich die meisten Menschen orientieren. Wer diese nicht teilt, gilt schnell als absonderlich.