Jede Geschichte braucht einen Ort, an die spielt. Nach ein paar Gehversuchen in der Realität wurde diese mir schnell zu eng, selbst wenn ich sie um fantastische Elemente erweitere. Diese Erkenntnis war der Geburtshelfer für Lothrexna,

Sieben Kontinente, drei Monde, eine Welt

Und zwar eine, in der verschiedene Gesellschaftssysteme nebeneinander bestehen, manche rückwärtsgewandt, andere ganz dem Fortschritt verpflichtet. Das Verhältnis der einzelnen Staaten zueinander variiert von wechselseitiger Anerkennung bis hin zu verständnisloser Toleranz. Es besteht Frieden, doch dieser ist nicht vor Brüchen gefeit …

Lothrexna ist eine eigenständige Fantasywelt, die im Vergleich zu unserer gegenwärtigen Realität in manchen Belangen rückständig, in anderen jedoch modern und teils sogar futuristisch wirkt. Magie trifft auf Technologie und die Anhänger traditioneller Vorstellungen versuchen, diese gegen fortschrittliche Einflüsse zu verteidigen. In diesem Umfeld werden meine künftigen Romane spielen.

Derzeit widme ich mich ganz dem Worldbuilding, das ich für meine Verhältnisse ungewohnt strukturiert und bedacht angehe. So kenne ich mich gar nicht, aber es fühlt sich wunderbar an, denn ich irre nicht mehr ziellos umher. Selbst ich Chaotin kann mit der richtigen Herangehensweise den Überblick behalten, anstatt verzweifelt die Haare zu raufen, weil ich eine Information nicht mehr finde, von der ich sicher bin, sie irgendwo festgehalten zu haben.

Dass ich mir intensiv Gedanken über die zahlreichen Aspekte und Mosaiksteine meiner fiktiven Welt mache, zeigt hoffentlich der folgende Screenshot mit einem Auszug aus meiner Weltenbau-Datei in DramaQueen:

 

 

Schon allein dafür hat sich die Investition in ein Autorenprogramm gelohnt. Den Gedanken, das alles in Word oder Libre Office umzusetzen, finde ich gruselig. So habe ich einen guten Überblick und fülle den Bereich auf, für den ich gerade die passenden Ideen habe. Jeden Tag wächst Lothrexna ein bisschen mehr, und ich habe großen Spaß daran, sie gedeihen zu lassen.