Mein Schatten

Du schleichst dich an, kriechst heimlich in mein Leben und forderst darin Raum. Ich sehe dich nicht, aber ich spüre dich, wie du versteckt im Dunkeln lauerst und auf eine Gelegenheit wartest, mich anzugreifen.

Du versuchst mich zu verführen, willst mich in deine Arme ziehen, damit ich mit dir verschmelze, weil die Finsternis zwar bedrohlich, aber viel vertrauter ist als das Licht.
Du bist hier nicht willkommen, aber du bleibst. Du nährst dich von meinem Wunsch, dich zu vertreiben, ziehst daraus die Energie, mit der du mich spüren lässt, dass du niemals ganz verschwinden wirst.

Aber ich habe gelernt, dich zu bekämpfen – mit einer Waffe, die du mir nicht entreißen kannst, um sie gegen mich zu verwenden. Ich akzeptiere, dass du da bist, aber ich widme dir nicht die Aufmerksamkeit, nach der du so sehr verlangst. Ich gebe dir nichts von meiner Kraft, ich nutze sie für mich selbst, um aufrecht zu bleiben und deiner kalten Umarmung nicht zu erliegen.

Wenn du dich zwischen mich und mein Lachen drängst, sodass es plötzlich fremd in meinen Ohren klingt und ich es nur noch hören und wie von außen sehen, aber nicht mehr spüren kann, denke ich daran, dass ich zumindest noch lachen kann, auch wenn es sich nur schal und unwirklich anfühlt.

Je mehr ich für mich sorge, umso leiser wird deine Stimme, die mir zuflüstert, dass ich nichts bin und niemals glücklich sein werde, weil du ein Teil meines Lebens bist.
Ich weiß, dass ich dich nie wirklich loswerde. Du bist das unsichtbare Monster, das in einem Winkel der Welt in meinem Inneren lauert und immer wieder versucht, die Herrschaft an sich zu reißen.

Aber du wirst nicht gewinnen, weil ich nicht mehr gegen dich, sondern für mich kämpfe. Ich werde dich wieder in die Ecke verbannen, in der du zitternd kauerst und auf deine nächste Chance wartest. Und ich werde jeden glücklichen Moment genießen, weil dich das am meisten schwächt.

Du bist ein Teil von mir, aber du bist nicht ich. Du bist nur ein graues Steinchen in einem bunten Mosaik. Ich bin stärker als du und ich werde dich auch dieses Mal bezwingen – bis zum nächsten Kampf.

Mit Story Cubes Geschichten zu erwürfelten Symbolen schreiben

Neben der Arbeit an einer komplexen Geschichte schätze ich auch kleine Fingerübungen, die den Schreiballtag auflockern und die Kreativität beflügeln. Eine gute Inspirationsquelle hierbei sind Story Cubes, die in verschiedenen großen und kleinen Sets erhältlich sind. Hier meine Auswahl:

Würfel mit Symbolen

Ich habe alle Würfel aus den Schachteln befreit und bewahre sie alle zusammen in meinem kleinen „Hexenkessel“ auf. So sind alle Themen bunt gemischt und ich erhalte immer wieder neue Kombinationen, aus denen ich eine Geschichte konstruiere.

Wie funktioniert das Spiel mit Story Cubes?

Du kannst Story Cubes gemeinsam mit anderen fantasievollen Menschen nutzen, ich beschränke mich hier aber auf das kreative Spiel als Einzelperson.

Mit einzelnen Sets spielen

Wenn Du die Sets lieber einzeln nutzt, kannst Du einfach alle Würfel aus einer Packung verwenden. Lasse sie auf Deinen Schreibtisch rollen, schau Dir die Symbole an und verknüpfe sie zu einer Geschichte. Das ist alles, mehr gibt es nicht zu tun. Du kannst das Geschehen nur in Gedanken ausarbeiten oder aufschreiben, ganz wie es Dir beliebt. Und erwarte bitte nichts Großartiges von Dir, es geht nicht um literarische Höchstleistungen.

Mehrere Sets vermischen

Laut Spielregeln sollten es immer 9 Würfel sein. Daran kannst Du Dich halten, musst es aber nicht. Probiere einfach aus, mit welcher Würfelzahl Du den meisten Spaß hast oder wechsle je nach Lust und Laune ab. Du hast nur ein paar Minuten Zeit, möchtest aber trotzdem Deiner Kreativität neuen Schwung verleihen? Dann nimm nur wenige Story Cubes und schaue, was Dir dazu einfällt. Es muss nicht einmal zwingend eine ganze Geschichte sein, spontane Assoziationen und Verknüpfungen hervorzurufen ist ebenfalls eine gute Übung.

Ich greife meist in meinen kleinen Kupferkessel und rühre ordentlich durch. Dann nehme ich eine Handvoll Würfel heraus, ohne sie zu zählen. Das können nur sechs, aber auch mal zwölf Story Cubes sein, je nachdem, wie beherzt ich zugreife.

Inwiefern helfen Story Cubes beim Schreiben?

Zunächst einmal bringen sie eine Menge Spaß, und der sollte beim Schreiben nicht zu kurz kommen. Sie sind aber auch ein gutes Training, um neue Ideen zu entwickeln. Selten ergibt ein Wurf eine in sich schlüssige und logische Kombination aus Symbolen. Der eine oder andere knifflige Würfel ist fast immer dabei. Was hat ein U-Boot mit einem Wikingerhelm und dem griechischen Olymp zu tun? Da muss man schon einen Moment grübeln, um das alles zu einer Geschichte zu verknüpfen. Das gilt umso mehr, wenn Du die Schwierigkeit etwas erhöhst, indem Du jedem Würfel eine tragende Rolle in der Handlung zugestehst und sie nicht nur nebenbei auftauchen lässt. Dabei übst Du spielerisch, Verbindungen herzustellen, wo auf den ersten Blick keine zu erkennen sind. Damit trainierst Du effektiv Deine Kreativität.

Übrigens kann es auch vorkommen, dass Du nicht direkt erkennst, was ein Symbol darstellen soll. Das ist nicht weiter schlimm, denke Dir irgendetwas aus, gerne auch jedes Mal etwas anderes. Dass mir manche Würfel Rätsel aufgeben, und zwar nicht nur hinsichtlich der Frage, wie ich sie einbauen soll, sondern auch was ihre Bedeutung angeht, ist übrigens mein Hauptkritik-Punkt an den Story Cubes.

Weitere Spielideen

Klingt noch nicht schwierig genug? In der Rezension des Brettspiele-Magazins findest Du noch zwei interessante Variationen, die Kettengeschichte und das Spiel mit den Assoziationen, welche die Symbole auf den Würfeln hervorrufen. Beides werde ich sicher einmal ausprobieren.

Du kannst die Schwierigkeit auch erhöhen, indem Du vorab ein Genre oder eine Grundstimmung für Deine Geschichte festlegst. Oder Du entscheidest Dich bevor Du würfelst dafür, was für eine Art von Protagonist Du verwenden möchtest. Mit einem Professor im Ruhestand im Hinterkopf wirst Du sicher auf andere Ideen kommen, als wenn Du an einen rebellischen Teenager denkst.

Schreiben mit der DramaQueen – Über die Arbeit mit Autoren-Software

Mit DramaQueen meine ich nicht jenes nervtötende Geschöpf, das hinter jeder Kleinigkeit eine Tragödie wittert und versucht, einen in den Wahnsinn zu treiben, sondern eine meiner Meinung nach sehr nützliche Software. Ich habe sie bereits in meiner Übersicht über Schreibprogramme für Autoren erwähnt. Heute möchte ich Dir zeigen, wie ich damit arbeite.

Die drei Textebenen bei DramaQueen

Ursprünglich wurde DramaQueen für Drehbuchautoren konzipiert, beinhaltet inzwischen aber auch ein Prosa-Modul. Beim Start kann man zwischen Prosa und Drehbuch sowie zwischen drei Textebenen wählen, Exposé, Konzept und Erzählung.

Wenn ich ein neues Projekt beginne, fange ich mit der Exposé-Ebene an. Hier wird die Handlung zunächst in Unterpunkten skizziert. Eine Unterteilung in Kapitel oder Szenen gibt es hier noch nicht. Daher eignet sich diese Ebene beispielsweise, um die Geschichte nach einem der vielen Plotmodelle wie der Heldenreise oder der Drei-Akt-Struktur zu entwickeln. Auf der Linken Seite in der „Outline“ stehen die einzelnen Punkte mit einer kurzen Überschrift oder Beschreibung, rechts daneben der „Text“. Die anderen Punkte in der Leiste oben blende ich zu diesem Zeitpunkt noch aus, wie werden erst bei der weiteren Ausarbeitung relevant.

Die nächste Ebene ist das Konzept. Hier wird die Geschichte bereits in Kapitel unterteilt und noch etwas genauer geplant als im Exposé. Auf dieser Ebene schreibe ich mir bereits einen groben Fahrplan, der umreißt, was in den einzelnen Kapiteln geschehen soll. Die Outline der vorigen Ebene kann ich dabei einfach übernehmen. Wahlweise können auch die Texte mit übertragen werden, was ich jedoch nicht tue, da ich jederzeit in der Leiste über dem Textfeld zwischen Exposé und Konzept wechseln kann. Außerdem ist es möglich, das Textfeld zu duplizieren, sodass ich das Exposé und das Konzept auch nebeneinander legen kann. (Dies ist allerdings nur in der Pro-Version möglich, in DramaQueen Free und DramaQueen plus können nicht mehrere Textebenen parallel bearbeitet werden, siehe Feature-Vergleich auf der Programm-Website.)

Jetzt fehlt nur noch die dritte Ebene, die Erzählung. Hier können die Kapitel in Unterkapitel unterteilt werden. Bei der Konzeption eines Romans bietet es sich an, jede Szene als Unterkapitel anzulegen. So können sie jederzeit an eine andere Stelle geschoben werden, wenn sich bei der Überarbeitung eine andere Reihenfolge als die ursprüngliche als sinniger erweist.

Das Layout der Erzählung kann individuell angepasst werden, eine Normseite ist als Formatvorlage hinterlegt. Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Zwar kann man einstellen, dass die erste Zeile eines Absatzes eingerückt werden soll, es ist allerdings nicht möglich, diese Einrückung am Anfang eines Kapitels oder nach einer Leerzeile zu entfernen, leider auch nicht manuell. Hierzu muss man also auf Word, Libre Office oder eine andere Textverarbeitung ausweichen.

Ideen, Figuren, Schauplätze, alles auf einem Blick

Wenn ich auf einen der Reiter in der oberen Leiste klicke, wird das entsprechende Feld eingeblendet, bei einem weiteren Klick verschwindet es wieder. So habe ich immer nur die Bereiche auf dem Bildschirm, die ich gerade brauche. Im Beispielbild unten habe ich alles abgesehen von den Ideen und den Figuren ausgeblendet. Diese einfache Übersicht war für mich einer der Hauptgründe für die Entscheidung für DramaQueen. Ich habe einen guten Überblick, der Bildschirm wirkt aber trotzdem nicht überladen.

Ebenfalls nützlich sind die „Anmerkungen“ zu den einzelnen Kapiteln und Unterkapiteln. Hier notiere ich etwa Hinweise zu noch nötigen Recherchen oder Überlegungen für eine spätere Überarbeitung. Im nächsten Bild habe ich die Anmerkungen neben den Text gelegt und alles andere ausgeblendet.

Markierungen in der Kapitelübersicht

Zum Schluss möchte ich noch meine Lieblingsfunktion zeigen. In mir steckt ein kleines Spielkind, und das ist total begeistert von den Markierungen, die ich in der Outline an die einzelnen Kapitel oder Unterkapitel pinnen kann. Die Funktion ist ganz leicht zu finden: Einfach mit der Maus auf das gewünschte Kapitel fahren, dann erscheint am rechten Rand ein Menüsymbol mit drei Strichen. Dort befinden sich unter anderem die Markierungen.

Die Symbole sind in drei Rubriken unterteilt: Unter „Überblick / Status“ kann ich Symbole für den Bearbeitungsstatus und für meine Bewertung des jeweiligen Abschnitts eingeben. Im Bild unten habe ich das ganze Kapitel als unfertig und verbesserungsfähig markiert, Kapitel 1.1 als fraglich und überarbeitungsbedürftig und Kapitel 1.2. als fertig und sehr gut.

Die zweite Kategorie heißt „Figurenemotion / -haltung“ und konzentriert sich auf die Gefühlslage der Protagonisten. Im Beispielbild habe ich von oben nach unten „erschrocken“, „weinend“ und „verliebt“ gewählt.

In der dritten Spalte stehen die Markierungen zum Thema „Dramaturgie / Ereignis“. Auf dem Bild seht ihr die Rakete für den Anfang, das Schild für den „Point of no return“ und den Blitz, der eine Konfliktsituation kennzeichnet.

 

Es gibt noch einige weitere Funktionen, die ich bisher noch nicht ausprobiert habe. So ist es etwa möglich, die einzelnen Kapitel und Figuren verschiedenen Storylines zuzuweisen und diese grafisch darzustellen. Außerdem ist es möglich, Änderungen im Dokument nachzuverfolgen.

Kompatibilität mit anderen Programmen

Die Texte der einzelnen Ebenen (wahlweise mit oder ohne Anmerkungen), die Outline, die Beschreibungen der Figuren und Schauplätze und die Storylines lassen sich sich jeweils als Dokument in verschiedenen Formaten exportieren, darunter .doc und .docx und .rtf, die allesamt in Word sowie den kostenlosen Office-Programmen Open Office und Libre Office bearbeitet werden können. Auch ein Export als epub ist möglich.

Eine komplette Übersicht zu allen Features von DramaQueen findest Du hier: https://dramaqueen.info/features/

Nun hast Du hoffentlich einen guten ersten Eindruck vom Schreibprogramm meiner Wahl. Wenn es Dir zusagt, kannst Du eine kostenlose Testversion herunterladen, die alle drei Programmvarianten (Free, Plus und Pro) beinhaltet. Generell rate ich dazu, zunächst verschiedene Softwares zu testen, schließlich sind sie nicht gerade billig, und es wäre schade, eine Menge Geld auszugeben, um später festzustellen, dass es eine Fehlinvestition war. In der ganz oben im ersten Absatz verlinkten Übersicht findest Du noch weitere Schreibprogramme für Autoren.

Womit soll ich schreiben? Ein kleiner Überblick über Schreibprogramme für Autoren

Du kommst mit Deiner Textverarbeitung super zurecht und vermisst nichts? Prima, dann bleib dabei! Es ist nicht so, dass Autoren zwingend spezialisierte Software bräuchten, Word, Open Office, Libre Office usw. reichen zum Schreiben aus. Autorenprogramme können jedoch Unterstützung bei der Strukturierung und teilweise auch bei der Überarbeitung bieten. So enthalten die Programme Papyrus und Patchwork etwa Werkzeuge zur Analyse des Schreibstils und der Lesbarkeit des Textes. In Papyrus ist zudem eine Rechtsschreib- und Grammatikprüfung von Duden integriert, Patchwork bietet gegen Aufpreis ein Duden-Add-on als Alternative zum standardmäßigen Language Tool an.

Wer auf diese Funktionen verzichten kann und in erster Linie eine Software sucht, die einen guten Überblick über das eigene Schreibprojekt mitsamt Figuren, Schauplätzen, Ideen, Recherchematerial usw. bietet, sollte auch einen Blick auf yWriter, Scrivener und DramaQueen werfen. Eine Stilprüfung gibt es hier nicht, der Fokus liegt klar auf der Strukturierung.

Spezielle Schreibsoftware für Autoren

Nachfolgend stelle ich Dir eine Liste mit Links und Infos zu den genannten Programmen zusammen. Bei den Download-Links wirst Du zunächst auf die Website des Anbieters weitergeleitet und kannst Dir dort eine Testversion herunterladen. Probiere ruhig mehrere Softwares aus! Erst in der Praxis zeigt sich wirklich, welches Schreibprogramm am besten zu Dir, Deiner Arbeitsweise und Deinen Bedürfnissen passt.

Die angegebenen Preise entsprechen dem Stand Ende November 2017.

yWriter

  • Preis: kostenlos

Scrivener

Patchwork

Papyrus

DramaQueen

  • Preis: DramaQueen Free kostenlos, DramaQueen Plus 99 Euro oder 9 x 11,90 Euro im Mietkauf, DramaQueen Pro 297 Euro oder 18 x 17,90 Euro im Mietkauf
    (Quelle: https://dramaqueen.info/produkte/#alle)

Unschlüssig, welches Autorenprogramm Du wählen sollst? Testen, testen, testen!

Ich habe es weiter oben zwar schon geschrieben, aber ich kann es nicht oft genug sagen: Nutze die kostenlosen Testversionen! Dazu sind sie schließlich da. Ich könnte Dir zwar ausführlich meine Meinung zu den einzelnen Programmen schildern, aber das würde Dir nicht viel nützen. Eventuell bevorzugst Du eine andere Programmstruktur, empfindest als intuitiv bedienbar, was über meinem Kopf Fragezeichen schweben lässt oder hast eine ganz andere Arbeitsweise als ich.

Daher wäre mein Rat an Dich: Nimm Dir Zeit und schau Dir jede Autoren-Software, die grundsätzlich für Dich infrage kommt, in aller Ruhe an. Überlege Dir, welche Funktionen Dir wichtig sind, arbeite ein wenig mit dem Programm und finde heraus, ob Du in Deinem täglichen Schreibprozess gut damit zurechtkommst. So habe ich es auch gemacht. Am Ende ist meine Entscheidung übrigens auf DramaQueen Pro gefallen, es kann aber gut sein, dass Du nach Deiner persönlichen Testreihe einen ganz anderen Favoriten hast.

Mit Spannung ausgepackt: Die Lesekatzen-Buchbox Märchen der 3. Art

Vor ein paar Tagen habe ich meine erste Lesekatzen-Buchbox erhalten, und zwar die Sonderbox „Märchen der 3. Art“. Ich mag Märchen sehr gerne und finde sie besonders spannend, wenn sie in moderne oder gar futuristische Zeiten verlagert werden. Daher hat mich das Thema gereizt und ich habe den Bestellknopf gedrückt. Zuvor hatte ich die Box eine Weile unter Beobachtung, es war aber lange keine dabei, die mich ausreichend angesprochen hätte. Immerhin kostet die Box 29,95 Euro zuzüglich 4,20 Euro Versand. Der Preis ist in meinen Augen völlig in Ordnung, wenn ich aber nicht schon beim Thema denke „Wow, das könnte cool werden“, ist mir das Risiko eines Fehlgriffs zu hoch.

Kommen wir nun zum Inhalt der Box:

Nach dem Öffnen des Pakets sieht man zunächst nur die Karte, auf deren Rückseite Infos zum Inhalt stehen. Also am besten direkt zur Seite legen, sonst nehmt ihr euch selbst die Spannung beim Auspacken, und das muss ja nicht sein.

Unter der Karte und dem Papier verbargen sich ein Buch und ein paar wunderbare Schätze, die mir ausnahmslos gefallen haben. Was für eine Freude, dass meine leise Skepsis unbegründet war. Insgeheim hatte ich nämlich ein wenig Angst vor einem totalen Fehlgriff. Ich bin eben eine kleine Pessimistin ;-). Aber ich wurde sehr positiv überrascht.

 

In der kleinen Wunderlampe wohnt leider kein Dschinn, aber sie sieht immerhin hübsch aus :-). Wo der Zusammenhang zum Thema „3. Art“ ist? Das verrät die Spolierkarte: Es gibt wohl eine Theorie, dass Disneys Aladdin eigentlich in der Zukunft spielt. Verrückte Sache! Ich habe davon ehrlich gesagt bisher noch nichts gehört, aber wenn ich den Film mal wieder anschaue, werde ich ihn mit ganz anderen Augen betrachten.

Die Jelly Beans durften eine Reise durch die Dunkelheit der Speiseröhre antreten und warten nie wieder gesehen ;-). Die Kühlschrankmagneten hängen da, wo sie hingehören, und eines meiner Kissen ist auch neu bezogen. Die lustigen hellblauen Teile in der kleinen Plastiktüte sind übrigens Star Wars-Ausstecher mit Stempel. Viele Kekse backen ich muss ;-).

Der Mittelpunkt der Box: Das Buch

Ich finde es super, dass das Buch noch einmal zusätzlich verpackt ist. So ist der Überraschungsfaktor gleich noch etwas höher. Mir fiel sofort auf, dass es relativ dünn ist. Das ließ meine Neugier noch etwas steigen. Der Trend scheint mir ja eher hin zu dicken Wälzern zu gehen, während ich selbst es durchaus schätze, wenn ein Buch eine überschaubare Länge hat und auch wenn ich wenig Zeit habe in ein paar Tagen durchgelesen ist. Als ich das Buch dann endlich aus dem Packpapier befreit hatte, kam der zweite Begeisterungsschwung. Eine Anthologie, wie toll! Kurzgeschichten für zwischendurch schätze ich sehr, allerdings gibt es selten Sammlungen, die thematisch meinen Geschmack betreffen. Nun habe ich fünf futuristische Märchen, die ich locker mal zwischendrin lesen kann.

„Das Schiff, das nie hätte gebaut werden dürfen“ umfasst in der Hardcover-Version 165 Seiten und ist im Machandel-Verlag erschienen.