Ich habe mir lange Zeit gelassen, um meine Idee einer eigenen Variante der Artussage umzusetzen. „Die Pendragonära“ musste erst über zehn Jahre in meinem Kopf herumspuken, ehe ich mich getraut habe, es mit einem Roman zu versuchen. Ich schreibe zwar schon lange, aber zuvor waren es gelegentlich Kurzgeschichten und vor allem Rollenspiele. Ein Roman war daher Neuland, und ich hatte großen Respekt davor. Aber irgendwie musste die Geschichte ja raus aus meinem Kopf, und dazu musste ich sie schreiben. Das habe ich gerne gemacht, und ich mag sie, sehr sogar. Sonst würde ich sie auch nicht veröffentlichen, immerhin steht mein Name drauf, und ich würde auch kostenlos nichts an die Öffentlichkeit geben, zu dem ich nicht zu 100 Prozent stehen kann.

Dennoch sehe ich mein Erstlingswerk eher als Lehrstück. Es ist ein wichtiger Abschnitt auf dem Weg meiner Selbstfindung als Autorin und zugleich ein Schlusspunkt – und zwar für mein Schreiben im mittelalterlich angehauchten Fantasybereich.

Von der Vergangenheit in die Gegenwart

Wie oben erwähnt, liegen meine schreibenden Wurzeln im Bereich des Rollenspiels. Die Mehrheit der entsprechenden Foren und Server spielt in mittelalterlichen Welten. So war es zumindest, als ich vor Jahren danach gesucht habe, heute mag es thematisch mehr Vielfalt geben. Das  Setting finde ich grundsätzlich interessant, und es war vertrautes Terrain für meinen ersten Roman.

Je mehr meine „Pendragonära“ auf das Ende zuging, umso klarer wurde mir jedoch, dass ich gesättigt bin, was altertümliche Geschichten angeht. Zugleich zeigte mir ein aktuelles Rollenspiel – mein erstes in einer modernen Welt ohne Fantasy-Elemente – wie wohl ich mich schreibend in der Gegenwart fühle. Ich habe einige Ideen, und keine davon spielt in der Vergangenheit. Vielmehr spüre ich deutlich, dass es Zeit ist, sich von historisch angehauchten Stoffen zu verabschieden und etwas Neues auszuprobieren.

Wie es nun mit mir und dem Schreiben weitergeht

In nächster Zeit werde ich alles Mögliche ausprobieren, um herauszufinden, was mir wirklich liegt und in welche Richtung ich gehen möchte. Danach entscheide ich dann, an welcher meiner Ideen ich weiterarbeite. Vielleicht kommt auch etwas völlig Neues dabei heraus, das werde ich sehen.

Ich möchte auch verschiedene Formen des Plottens testen. Bisher habe ich immer nur drauflosgeschrieben, und das macht mir auch Spaß, aber so wirklich versucht habe ich es mit der Vorabplanung noch nicht. Zumindest ausprobieren möchte ich einmal. Ebenso handhabe ich es mit Schreib- und Kreativtipps. Ich schließe an mein erstes Hobbywerk also erst einmal eine schriftstellerische Experimentierphase an. Wenn ich weiß, wohin mein Weg mich führen wird, erfahrt ihr es natürlich hier im Blog.