Das ist für mich der ideale Anlass, um auf meiner Website einen Autorenblog einzurichten. Lange habe ich mich nicht getraut, weil ich unsicher war, ob ich jemals fertig werden würde. Spätestens mit dem Punkt hinter dem letzten Wort im letzten Satz meiner Rohfassung ist aber klar: Irgendwann wird es ein Buch von mir geben.

Die Artus-Sage und ich

Ich war von Kindesbeinen an eine Liebhaberin der Artus-Saga. Ich weiß gar nicht so genau, womit es anfing, vermutlich mit den „Prinz Eisenherz“-Comics und der dazugehörigen Zeichentrickserie, die Samstags im Kinderprogramm lief. Bald hatte ich alle Artus-Romane gelesen, die in der Bibliothek zu haben waren. Hätte ich damals schon einen Blog gehabt, wäre der Literaturbereich auf meiner Artus-Website deutlich umfangreicher. Er wird mit der Zeit sicher wachsen, doch vorerst hat ein ganz besonderer Artus-Roman Priorität, nämlich mein eigener.

Mordred, mein Herzensprojekt

Was mir bei vielen Romanen auffiel, ist dass insbesondere eine Figur oft plakativ als Bösewicht dargestellt wird: Mordred, Sohn von König Artus und in den meisten Erzählungen zugleich Thronräuber und skrupelloser Vatermörder. Ich bin niemand, der das einfach so hinnehmen kann, zumindest nicht, wenn es offene Fragen gibt. Warum ist er so? Was treibt ihn an? Und ist er wirklich böse oder doch nur missverstanden. Ich weiß nicht, woher es kommt, aber ich hatte seit ich mich näher mit der Artus-Sage beschäftige stets das Gefühl, dass Mordred Unrecht geschieht.

Mehr als zehn Jahre trug ich den Gedanken, selbst einen Roman über ihn zu schreiben, mit mir herum, doch erst im Herbst des letzten Jahres habe ich mich getraut, damit anzufangen. Was mich so lange abgehalten hat? Zum Beispiel die Tatsache, dass es schon unzählige Artus-Romane gibt. Auch die Idee, die Sage aus der Sicht von Mordred neu zu erzählen, hatten andere vor mir. Nicht zuletzt waren da Zweifel, ob ich genügend Durchhaltevermögen besitze und ausreichend Talent.

Doch wenn mich eine Geschichte so lange nicht loslässt, will sie wohl geschrieben werden, und zwar von mir, sonst hätte sie sich einen anderen Kopf gesucht, um sich darin festzusetzen. Also habe ich angefangen und nach einer Weile eine schwierige Entscheidung getroffen: Ich habe mein Studium der Kulturwissenschaften zugunsten des Schreibens aufgegeben, denn beides ließ sich neben der Arbeit kaum bewältigen. Nachdem der Entschluss gefallen war, fühlte ich mich leichter und freier. Seither kam ich viel besser voran als in den Monaten zuvor.

Der erste Meilenstein ist geschafft

Natürlich liegt noch viel Arbeit vor mir. Ich muss mein Manuskript überarbeiten und einige Unebenheiten glätten. Die Rohfassung des ersten Romans fertig zu haben, ist dennoch etwas Besonderes, und ich freue mich riesig, dass ich an diesem Punkt angelangt bin. Ich hätte mir das gar nicht zugetraut. Daher ist es auch ein Sieg über die Selbstzweifel, die mich manches mal fast dazu bewegt hätten, alles hinzuschmeißen. Ich habe es nicht getan und werde es auch bei den weiteren Schritten nicht tun. Irgendwann wird mein Mordred das Licht der Welt erblicken, das erste große Wegstück ist bewältigt.

Vielen Dank an alle, die mich bis hierhin begleitet haben, ihr seid super!